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Almost as desolate as the Midwest: Xenoarchäologie, Kolonialismus und Genderdiskurse in The Dig


Abstract

In dieser Studie wird das Point-and-Click-Adventure The Dig (LucasArts, 1995) als kulturelles Artefakt der 1990er Jahre untersucht, das in seiner Vorstellung vom extraterrestrischen Raum koloniale Denkmuster und Genderstereotype wiedergibt. Mittels Inhaltsanalyse werden drei zentrale Aspekte analysiert: erstens die Charakterdarstellung, die Commander Boston Low als militärisch-maskuline Norm etabliert, von der aus Ludger Brinks problematisierte Maskulinität und Maggie Robbins’ feminisierte Rationalität als Abweichungen erscheinen. Zweitens wird Xenoarchäologie als eine Spielmechanik betrachtet, die Cocytus als ein verlassenes Museum in der außerirdischen Welt darstellt und somit die koloniale Fiktion der terra nullius wiedergibt. Drittens analysiert die Arbeit, wie das Spiel die „Final Frontier“-Ideologie transportiert und die Logik der amerikanischen Westexpansion in den Weltraum überträgt. Zudem wird die kritische Haltung des Spiels gegenüber technologieoptimistischen Vorstellungen der 1990er Jahre diskutiert. Die Untersuchung verdeutlicht, wie Thee Dig gegenwärtige ideologische Strukturen widerspiegelt und koloniale Erzählungen in der Weltraumforschung fortführt.


This is my Labyrinth, and you are mine. Forever. Die Spiele von LucasArts – eine interdisziplinäre Erforschung des Erbes der klassischen Adventures

Rätsel, Humor und interaktives Erzählen: Die Adventures von LucasArts gelten als Meilensteine der Computerspielgeschichte. Titel wie The Secret of Monkey Island, Maniac Mansion, Indiana Jones and the Fate of Atlantis, Grim Fandango oder The Dig prägten Ästhetik, Narration und Game Design des digitalen Spiels nachhaltig. Erstmals in der deutschsprachigen Forschung verortet dieser Sammelband die Werke systematisch in den Game Studies und beleuchtet ihre Bedeutung für Mediengeschichte, interaktive Narration, Technikentwicklung und Spielkultur. Ein Feature-Beitrag zur Geschichte von Lucasfilm Games/LucasArts eröffnet den Band; hinführende Analysen zeichnen die Entwicklungslinien des Genres nach, bevor vertiefende Fachaufsätze zentrale Aspekte von Humor, Rätselstruktur, Adaptation und Worldbuilding untersuchen. Ein abschließender Abschnitt („LucasArts and beyond“) richtet den Blick auf kulturelle Nachwirkungen – von Escape Rooms über analoge Adventure-Formate bis hin zu Remakes und transmedialen Adaptionen. Der Band schließt eine Forschungslücke im deutschsprachigen Raum und bietet einen fundierten Beitrag zur kultur- und medienwissenschaftlichen Erforschung digitaler Spiele.

ISBN: 978-3-910869-19-6. Publication: 2026


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